Mit Bluthochdruck in den Urlaub fliegen – ist das möglich?

Blutdruck
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Die Urlaubssaison rückt näher und Menschen mit Bluthochdruck fragen sich, ob Sie eine Reise antreten können. In diesem Ratgeber erfahren Sie, ob eine Reise für Betroffene möglich ist und was es dabei zu beachten gilt.

Zunächst stellt sich natürlich die Frage, ab wann man überhaupt von Bluthochdruck spricht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dazu einen Grenzwert festgesetzt. Dieser beziffert sich auf 140:90 mmHg. Haben Sie als Betroffener einen höheren Wert, müssen Sie vor allem beim Fliegen vorsichtig sein.

Was kann beim Fliegen passieren?

Das Hauptproblem beim Fliegen ist die hohe Belastung, welcher der Körper ausgesetzt ist. Diese Belastung resultiert aus der Flughöhe, die sich zwischen 9.000 und 12.500 Metern bewegt. Aber auch weitere Belastungen kommen hinzu:

  • Höherer Luftdruck
  • Weniger Sauerstoff
  • Erhöhte Strahlenbelastung
  • Wenig Platz

Der Körper gerät unter Reisestress und es kann zur Verhärtung und Verdickung der Gefäßwände kommen. Dies kann zur Folge haben, dass sich die Arterien verschließen. In Folge dessen kann es zu Schlaganfällen, Herzinfarkten, Durchblutungsstörungen und sogar Funktionsstörungen der Nieren kommen.

Die drei Bluthochdruck-Grade

Es gibt drei verschiedene Grade, in denen Bluthochdruck-Patienten unterteilt werden:

Stufe 1: Sofern sich Ihr Bluthochdruck im ersten Grad (140 bis 159) bewegt, können Sie getrost in den Flieger steigen. Dennoch sollten Sie vorab Ihren Hausarzt konsultieren, um ganz sicher zu gehen. Es kann gut sein, dass Ihnen Ihr Arzt ein blutdrucksenkendes Präparat verschreibt.

Stufe 2: Patienten mit diesem Grad (160 bis 179) sind einem höheren Risiko ausgesetzt und sollten vor der Reise unbedingt mit dem behandelnden Arzt sprechen. Zudem ist es wichtig, dass Sie Ihren Blutdruck regelmäßig im Flugzeug messen. Für den Ernstfall sollten Sie zudem entsprechende Medikamente dabeihaben. Bei diesem Grad gilt: Sofern sich eine Flugreise vermeiden lässt, sollte dies auch besser getan werden.

Stufe 3: Bei dieser Stufe (ab 180) sollten Sie besser auf das Fliegen verzichten, um sich nicht unnötigen Risiken auszusetzen.

Probleme auch außerhalb des Fliegers

Menschen mit Bluthochdruck müssen nicht nur im Flugzeug aufpassen. Auch nach der Ankunft im gewünschten Urlaubsland, ist der Körper bestimmten Belastungen ausgesetzt. Denn Urlaubstage sind anders als gewöhnliche Alltagstage getaktet. So kann zum Beispiel die Zeitverschiebung dem Körper zusetzen. Aber auch besonders kalte oder warme Temperaturen wirken sich auf den Blutdruck aus. Generell ist der Tagesablauf im Urlaub anders. Häufig geht man spät ins Bett und schläft dafür am nächsten Tag aus. Durch diese und weitere Faktoren kann der Behandlungsablauf ins Schwanken geraten.


Weiterführenden Quellen:

www.blutdruck-messen.info

Deutsche Herzstiftung

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